Die FAQs zum Verkehrsversuch an der Faßstraße

Hier finden Sie wichtigsten Fragen (Frequently Asked Questions) im Zusammenhang mit der Umgestaltung und dem Verkehrsversuch an der Faßstraße. Haben Sie noch weitere Fragen oder Anregungen dazu? Schicken Sie uns doch einfach ein Mail an info(at)hoerder-stadtteilagentur.de. Wir möchten Sie bitten kurze, präzise Fragen zu stellen bzw. Anregungen zu geben. Das erleichtert uns die Bearbeitung und wir können Ihnen eine raschere Antwort geben. Vielen Dank.

Themenblock: UMGESTALTUNG

  1. Warum wird die Straße umgebaut?

Die Faßstraße ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in Hörde und bereits heute das Verbindungsglied zwischen Hörde-Zentrum und dem PHOENIX See. Sie muss auch in Zukunft viel Verkehr bewältigen und soll darüber hinaus aber auch zu einem städtebaulich attraktiven Stadtraum zur Verknüpfung des Zentrums mit dem See umgestaltet werden.

  1. Was sind die wesentlichen Änderungen bei der Umgestaltung?

Auf einem Mittelabschnitt, einer Strecke von ca. 300 Metern, werden die jeweiligen Richtungsfahrbahnen auf 4,75 Meter Breite reduziert. Zwei PKW können dann immer noch bei reduzierter Geschwindigkeit nebeneinander fahren. Die Querungsmöglichkeiten von der City zum See und umgekehrt werden erheblich verbessert. Außerdem werden Radfahrstreifen angelegt und Bäume gepflanzt. Das Erscheinungsbild der Straße wird wesentlich verbessert.

Themenblock: VERKEHRSVERSUCH

  1. Warum findet im Vorfeld der Umgestaltungsmaßnahmen ein Verkehrsversuch statt?

Da es bisher wenige Beispiele in Dortmund für solche Umgestaltungen gibt, werden die verkehrlichen Rahmenbedingungen die sich mit dem geplanten Umbau der Faßstraße einstellen in einem Verkehrsversuch simuliert, um ihre Wirkungen zu ermitteln.

Die gutachterliche Begleitung übernimmt ein von der Stadtverwaltung beauftragtes Verkehrsplanungsbüro. Hieraus gewonnene Erkenntnisse, die in einem Abschlussbericht eingehen, werden in die endgültige Bauausführungsplanung mit einfließen.

Themenblock: ZEITRAUM

  1. Wann beginnt der Verkehrsversuch und wann endet er?

Der Verkehrsversuch beginnt voraussichtlich Ende Mai 2016. Dann werden die wesentlichen Elemente der Umgestaltung auf der Straße markiert und die Randeinfassungen hergestellt sein.

Der Versuch wird bis Ende 2017 durchgeführt werden.

  1. Wann soll die Faßstraße umgebaut werden?

Nach Durchführung und Auswertung des Verkehrsversuches ab dem 4. Quartal 2017.

  1. Wie lange dauert der Um- und Ausbau nach der Probephase?

Ca. 2 Jahre

Themenblock: ANZAHL DER FAHRSPUREN

  1. Wird die Faßstraße einspurig (je Richtung) umgebaut?

Nach der aktuellen Planung erhält die Faßstraße im Mittelabschnitt zwischen Hermannstraße und Seekante überbreite Richtungsfahrbahnen mit einer Breite von 4,75 m. Zwei Pkw können dann immer noch bei reduzierter Geschwindigkeit nebeneinander fahren. Hierbei spricht man von einer „fast vierstreifigen Straße“.

  1. Reicht der neue Querschnitt für die zukünftige Verkehrsbelastung?

Da die Vierspurigkeit durch überbreite Fahrstreifen nahezu erhalten bleibt, kommt den Kreuzungen und Fußgängerüberwegen mit Ampelanlagen große Bedeutung zu. Durch die Möglichkeit des parallelen Aufstellens der Pkw und eine intelligente Signalsteuerung wird auch hier dafür Sorge getragen, dass die  prognostizierten Verkehrsmengen sicher und zügig abgewickelt werden können.

  1. Wie soll das Prinzip des versetzten Fahrens realisiert werden und was soll es bringen?

Im Mittelabschnitt soll die Geschwindigkeit auf 30km/h reduziert werden. Bei  verminderter Geschwindigkeit brauchen die Autos weniger Platz und können sicher nebeneinander oder besser noch versetzt zueinander gefahren werden. So entsteht Raum für Radfahrstreifen, Parkbuchten, Bäume und einen ausreichend breiten Gehweg. Insgesamt kann der Verkehr so verstetigt werden. Durch besondere Verkehrsschilder soll auf das versetzte Fahren (an den Signalanlagen nebeneinander stehen) aufmerksam gemacht werden.

Themenblock: FAHRRADMOBILITÄT

  1. Wie sieht die Lösung für den Radverkehr aus?

Der Radverkehr erhält erstmals ein durchgehendes Angebot von der Kreuzung Am Stift/Benninghofer Straße im Süden bis zur Willem-van-Vloten-Straße im Norden. Die komfortablen 1,85 m breiten Radfahrstreifen des Mittelabschnittes werden hier mit bereits vorhandenen Bordsteinradwegen  verbunden.

Themenblock: ÖPNV

  1. Wo gibt es zukünftig Bushaltestellen?

Die bisherige Haltestelle „Hörder Burg“ bleibt bestehen und wird auch weiterhin von Bussen der DSW 21 AG angefahren. Ähnliches gilt für die kürzlich eingerichtete Haltestelle „Hörder Hafenstraße“ nördlich der Alfred-Trappen-Straße.

Themenblock: PARKEN

  1. Wird es entlang der umgebauten Faßstraße Parkplätze geben und werden diese bewirtschaftet?

Insgesamt werden ca. 45 Stellplätze direkt an der Faßstraße entstehen. Analog der bisherigen Praxis im Umfeld des PHOENIX Sees werden auch diese Stellplätze voraussichtlich nicht kostenfrei sein. Weitere Parkplätze sind sowohl im Zentrumsbereich als auch am See durch Parkhäuser und Parkplätze vorhanden.

Themenblock: Tempolimit

  1. Ist für eine viel befahrene Hauptstraße ein Tempo von 30km/h nicht zu wenig?

Im Mittelabschnitt der Faßstr. werden zukünftig deutlich mehr Querungsvorgänge stattfinden als heute. In der Hauptverkehrszeit kann heute schon zumeist nicht viel schneller als „30“ gefahren werden. Bei niedrigen Geschwindigkeiten können darüber hinaus mehr Fahrzeuge die Straße passieren als bei hohen. Für die Reisezeit sind letztlich nur die Kreuzungen/Einmündungen (Ampeln) entscheidend.

Themenblock: VERBINDUNG CITY-SEE

  1. Warum werden die Verbindungen zwischen See und Zentrum besser als bisher?

Die Möglichkeiten für Fußgänger/innen vom See ins Zentrum und umgekehrt zu kommen werden ausgebaut. Die Verbindungen werden unter Berücksichtigung der Grundsätze der Barrierefreiheit hergestellt.

  1. Wie viele Fußgängerüberwege wird es in Zukunft über die Faßstraße geben?

Zwischen Emscher und Hörder Bahnhofstraße/Hermannstraße wird es insgesamt sechs Möglichkeiten geben die Faßstraße sicher zu queren.

  1. Bringt der Umbau mehr Seebesucher/innen ins Zentrum ?

Es ist zu erwarten, dass es insgesamt eine höhere Fußgängerfrequenz zwischen dem Hörder Ortskern und dem Hafen des PHOENIX Sees geben wird und damit mehr Besucher/innen ins Zentrum kommen.

Themenblock: VERKEHRSPROGNOSE

  1. Wie hoch ist die Verkehrsbelastung der Faßstraße nach Fertigstellung der Sparkassenakademie, dem Media Markt und den übrigen Nutzungen am See?

Die Prognose für das Jahr 2025 geht im zentralen Bereich von einem durchschnittlichen Tagesverkehr von 27.000 – 28.000 Kfz/24h aus. Zum Vergleich: 1998/99 wurden ca. 34.000 Kfz/24h gezählt.

  1. Wie sicher sind die Verkehrsprognosen?

Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Die Verwaltung hat aber ein hochentwickeltes Verkehrsmodell und fast 40 jährige Erfahrung auf diesem Gebiet. Größere Abweichungen kommen selten vor.

Themenblock: WEITERE UMGESTALTUNGEN

  1. Durch die Umgestaltung wird die bisherige Zufahrt in den westlichen Teil der Hermannstraße entfallen. Wie werden zukünftig Wenzel- und Wiggerstraße erschlossen?

Die oben genannten Straßen werden zukünftig über den Stiftsplatz erreichbar sein, der auch noch nach der Umgestaltung als Parkfläche erhalten bleibt. Die Hermannstraße zwischen der Faßstraße und der Alfred-Trappen-Straße wird zur Fußgängerzone.

  1. Wird die Kreuzung Am Stift/Benninghofer Straße/Hörder Bahnhofstraße/Hermannstraße ebenfalls umgebaut?

Nein, die Kreuzung bleibt in  ihrer heutigen Form erhalten.

Themenblock: KOSTEN DER UMGESTALTUNG

  1. Was kostet der Um- und Ausbau?

Der Aus- und Umbau der Faßstraße wird inklusive des Verkehrsversuchs ca. 4 Mio. Euro kosten.