Fragen und Antworten zum Umbau der Faßstraße

Die Faßstraße ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in Hörde und bereits heute das Verbindungsglied zwischen dem Hörder Zentrum und dem PHOENIX See. Ab Herbst 2019 wird sie umfangreich umgebaut.
Die Folgenden Fragen und Antworten informieren Sie rund um den Ausbau der Faßstraße.

 

Themenblock: Umgestaltung

  1. Warum wird die Straße umgebaut?
    Die Faßstraße ist das Bindeglied zwischen dem Ortszentrum und dem PHOENIX See. Durch die Umgestaltung soll die Barrierewirkung der Straße verringert und Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen geschaffen werden.  So werden die Querungsmöglichkeiten von der City zum See und umgekehrt erheblich verbessert. Neben dem Parkhaus sorgt zukünftig eine Treppe für eine neue Wegeverbindung von der Fußgängerzone der Hörder City zur Faßstraße und weiter zum PHOENIX See. Neben der Treppe entsteht auch eine Rampe. Außerdem werden Radfahrstreifen angelegt und Bäume gepflanzt. Das Erscheinungsbild der Straße wird wesentlich verbessert.
  1. Warum wurde ein Verkehrsversuch durchgeführt?
    Es gibt bisher wenige Beispiele in Dortmund für solche Umgestaltungen. Daher sollte die Umsetzung zunächst erprobt werden. Die Versuchsphase wurde von einem Verkehrsplanungsbüro gutachterlich begleitet und die gewonnenen Erkenntnisse führten zu einer Überarbeitung der Ausbauplanung.
  1. Wie hat sich der Verkehrsversuch auf die Planung ausgewirkt?
    Beim Verkehrsversuch wurden die wesentlichen Merkmale der Planung erprobt. Wesentliche Elemente der Umgestaltung wurden auf der Straße markiert und die Randeinfassungen hergestellt.  Es wurden zwei Fahrspuren pro Richtung auf eine überbreite Spur von 4,75 m reduziert und Radfahrstreifen mit einer Breite von 1,75 m markiert. Anschließend wurden der Verkehr gutachterlich beobachtet und die Daten ausgewertet. Es gab beim Verkehrsversuch Kritikpunkte wie eine zu schmale Fahrbahn, ein zu schmaler Radweg, das Überfahren des Radweges durch den laufenden Verkehr und die Bildung von Rückstaueffekten im Einmündungsbereich der Alfred-Trappen-Straße. Auf die Kritikpunkte wird beim anstehenden Umbau reagiert. Die Fahrbahnen werden anstelle von 4,75 Meter nun  5,00 Meter für jede Richtung breit. Des Weiteren gibt es eine Rechtsabbiegespur von der Faßstraße in die Alfred-Trappen-Straße. Die Radwege verbreitern sich von 1,75 Meter auf 1,85 Meter und erhalten einen roten Farbton. Der mittlere Abschnitt zwischen Hermannstraße und Alfred-Trappen-Straße (Höhe Zufahrt Phoenix-Gymnasium) wird auf diese Weise umgebaut.
  1. Warum werden die Verbindungen zwischen See und Zentrum besser als bisher?
    Die Möglichkeiten für Fußgänger*innen vom See ins Zentrum und umgekehrt zu kommen werden ausgebaut. Hierdurch entstehen sechs Möglichkeiten die Faßstraße zu queren, zwei mehr als bisher. Die Wege werden kürzer. Es entsteht eine zusätzliche Wegeverbindung zwischen der Alfred-Trappen-Straße, über die Nagelschmiedegasse und Faßstraße zum Hafen des PHOENIX Sees. Die Verbindungen werden unter Berücksichtigung der Grundsätze der Barrierefreiheit hergestellt.

Themenblock: Eckpunkte des Ausbaus

  1. Mit welchen Materialien wird die Straße gebaut?
    Die Gehwege werden gepflastert. In Höhe des Stiftsplatzes werden quadratische hellgraue Pflastersteine verlegt, die leicht angeraut sind (kugelgestrahlt). Im weiteren Bereich werden die Gehwege mit Pflaster in drei verschiedenen Grautönen hergestellt, wie sie im Gebiet PHOENIX See zu sehen sind. Die Ein- und Ausfahrten werden aus Gussasphalt mit aufgehellter Oberfläche ausgeführt, weil sie so dem Autoverkehr besser standhalten als Pflastersteine. Durch den Einbau eines lärmoptimierten Asphalts wird der Straßenlärm reduziert. Die Radwege verlaufen niveaugleich mit der Fahrbahn und sind durch die rote Farbe und die Fahrradpiktogramme gut erkennbar.
  1. Wo gibt es zukünftig Bushaltestellen?
    Die bisherige Haltestelle „Hörder Burg“ bleibt bestehen und wird auch weiterhin von Bussen der DSW 21 AG angefahren. Dies gilt auch für die kürzlich eingerichtete Haltestelle „Hörder Hafenstraße“ nördlich der Alfred-Trappen-Straße.
  1. Wird es mehr Bäume in der Faßstraße geben?
    Die Baumaßnahme kann leider ohne Fällung von Bäumen nicht durchgeführt werden. Es werden 18 Bäume beseitigt. Davon fallen 8 Bäume nicht unter die Baumschutzsatzung, weil diese klein sind. Diese Bäume haben z. T. eine kleine Krone und konnten sich in den Jahren durch schlechte Wachstumsbedingungen kaum entwickeln. In der Summe sollen 36 Bäume neu gepflanzt werden. Damit werden 18 zusätzliche Bäume gepflanzt. Im Mittelstreifen sind großkronige Bäume vorgesehen, die sehr alt werden und das Erscheinungsbild des Straßenraumes und des Stadtteils nachhaltig prägen werden. Mit ihren großen Kronen und ihrer Beschattung des Straßenraumes werden sie einen guten Beitrag leisten zu einem lebenswerteren Stadtklima, auch werden sie die Feinstaubbelastung reduzieren. Entlang der Gehwege in der Faßstraße werden kleinkronige Bäume ausgewählt mit vorzugsweise schönen Blühaspekten. Die Baumscheiben werden mit einer Saatgutmischung (durchsetzt mit Wildblumen) eingesät. Für eine möglichst langfristige Lebenserwartung der Bäume werden die etwa 12 m³ großen Pflanzgruben durch bodenverbessende Maßnahmen mit einem speziellen Pflanzsubstrat optimiert. Damit sollten sich die Bäume gut entwickeln können und so zu einem besseren Straßenbild beitragen.
  1. Was ist an der neuen Beleuchtung besonders?
    Es werden LED-Leuchten aufgestellt. In der Regel werden die Leuchten im Mittelstreifen platziert und haben dort zwei Ausleger. Einige Leuchten finden im Gehweg ihren Platz und haben dann einen Ausleger. Es handelt sich um sogenannte „intelligente Leuchten“. Diese Leuchten werden  mit einer Technik ausgestattet, welche in Abhängigkeit von der für die jeweilige Zeit übliche Verkehrsdichte auf der Straße eine Anpassung der Beleuchtungsstärke vornehmen kann. Diese Leuchten können auch eigene Fehlfunktionen selbst mitteilen. So sollen Störungen schneller erkannt und behoben werden.
  1. Wird es entlang der umgebauten Faßstraße Parkplätze geben und werden diese bewirtschaftet?
    Insgesamt werden ca. 31 Stellplätze direkt an der Faßstraße entstehen. Analog der bisherigen Praxis im Umfeld des PHOENIX Sees werden auch diese Stellplätze voraussichtlich nicht kostenfrei sein.

Themenblock: Zeitraum, Ablauf und Kosten

  1. Wie lange wird die Faßstraße umgebaut?
    Der Baubeginn ist im Oktober 2019. Die Bauarbeiten dauern ca. 1 ½ Jahre und können sich durch größere archäologische Funde oder lange Schlechtwetterperioden verzögern.
  1. Mit welchen Einschränkungen müssen Anlieger*innen und Gewerbetreibende rechnen?
    Beeinträchtigungen für Anwohner*innen und Gewerbetreibende sind bei Baumaßnahmen in dieser Größenordnung leider nicht zu vermeiden. Die Stadt Dortmund, die ausführende Baufirma und die Hörder Stadtteilagentur legen jedoch großen Wert darauf, Anlieger*innen so gut wie möglich über den Verlauf der Baumaßnahme und bevorstehende Einschränkungen zu informieren. Zu diesem Zweck wurde eigens die Website www.hoerder-stadtteilagentur/fassstrasse eingerichtet. Zudem können Sie sich über die Seite www.hoerder-stadtteilagentur.de/newsletter für einen E-Mailnewsletter anmelden, der sie stets aktuell auf dem Laufenden hält.
  1. Was kostet der Umbau der Faßstraße?
    Die Kosten für den Umbau betragen rund 7,2 Mio. €. Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund finanzieren den Umbau der Faßstraße. Das Geld kommt aus dem Programm „Soziale Stadt – Stadtumbau Hörde“ und aus der Förderung für den öffentlichen Personennahverkehr.